Drucken

Plakataktion - „Tempo runter – bei Eis und Schnee!“

Schlechte Sichtverhältnisse, ein zu geringer Abstand zum vorausfahrenden Fahrzeug und eine nicht angepasste Geschwindigkeit sind die Hauptgründe für Verkehrsunfälle bei Eis und Schnee. Wie man sein Fahrzeug sicher lenkt, wenn’s draußen kalt wird, dazu Tipps von der Landesverkehrswacht Bayern.

aktuelles Plakat

In Deutschland gilt die situative Winterreifenpflicht. Bei Schnee, Schneematsch und Glatteis dürfen Autos nur mit entsprechend gekennzeichneten Reifen fahren. Seit einer Novelle der Straßenverkehrszulassungsordnung (StVZO), die am 1. Juni 2017 in Kraft getreten ist, gilt nur noch das Alpine-Symbol (Bergpiktogramm mit stilisierter Schneeflocke) als Kennzeichnung für neue Winterreifen. Für Winterreifen die vor dem 01.01.2018 angeschafft wurden gilt ggfs. eine Übergangsfrist bis zum 30.09.2024.

Training hilft, die erste Unsicherheit auf Schnee und Eis zu überwinden. Nutzen Sie einen verschneiten, freien Parkplatz für Fahr-und Bremsübungen um sich wieder daran zu gewöhnen, wie ihr Fahrzeug auf Eis und Schnee reagiert. Bitte schauen Sie vor den Bremsübungen in den Rückspiegel!

Fahrten bei schlechter Witterung sind gefahrenträchtiger. Planen Sie Ihre Fahrten und legen Sie sie möglichst in verkehrsarme Zeiten. Denken Sie daran: Autobahnen und Hauptverbindungsstraßen werden zuerst geräumt. Vermeiden Sie daher Fahrten auf Nebenstrecken.

Fahren Sie umsichtig und vorausschauend, vor allem an Kreuzungen und Einmündungen. Vergrößern Sie den Abstand zu den anderen Verkehrsteilnehmern. Dadurch können Sie im Notfall schneller reagieren. Reduzieren Sie vor Kurven die Geschwindigkeit und fahren Sie mit gleichmäßiger Geschwindigkeit hinein und wieder hinaus. Vermeiden Sie hektische Lenkbewegungen.

Der Bremsweg verlängert sich auf verschneiter und glatter Fahrbahn. Setzen Sie daher auch die Motorbremse zur Reduzierung der Geschwindigkeit ein. Bei der Motorbremse auch daran denken, ob man ein front-oder heckgetriebenes Fahrzeug lenkt. Die meisten Fahrzeuge sind heute mit ABS ausgerüstet, das Blockieren automatisch verhindert. Gerät der Wagen mit ABS trotzdem ins Rutschen: Weiter bremsen, bis die Reifen wieder Haftung aufbauen.

Fahrerassistenzsysteme unterstützen und assistieren in kritischen Situationen. Der vorausschauende Notbremsassistent warnt vor drohenden Kollisionen und hilft dadurch Unfälle zu vermeiden. Abstandsregler passen die Geschwindigkeit automatisch dem Verkehrsfluss an. Der Lichtassistent leuchtet die Straße perfekt aus – ohne Andere zu blenden. Ein Nachtsichtassistent erkennt Gefahren rechtzeitig und verhindert so Kollisionen.

Quellenangaben: Deutsche Verkehrswacht e.V., Deutscher Verkehrssicherheitsrat, TÜV SÜD AG